Nachwort

An meine Eltern

Manchmal denke ich nach und sinne und frage,
warum ich da bin. -
Ob Ihr wohl wißt,
daß ich Euch anvertraut bin
für einige Jahre,
aber nicht Euer Besitz ?
Ihr habt mich nicht so,
wie man sich Dinge anschafft
und dann mit ihnen umgeht,
solange sie einem gefallen.
Euch gehöre ich nur,
soweit Ihr mich Euch vertraut macht
und Verantwortung übernehmt für mein Leben. -
Meine Eltern,
wenn ich älter werde und anders,
als Ihr es gewünscht habt
wenn Ihr bemerkt,
daß mit mir ein anderes Leben begann,
auch ein fremdes, das Eurem Leben nicht gleicht -
werdet mir Freunde,
die mich bejahen, so wie ich bin.
Schenkt mir Liebe,
die annimmt, vertraut und begleitet,
damit ich sie lerne
und mutig werde zu schenken. -
Mein Vater und meine Mutter,
wenn Ihr mich freigebt aus Liebe,
Kann ich mich finden und Euch und das Leben.
Sonst nicht.

 

Dieses Gedicht von Gerhard Kiefel soll uns Erzieherinnen und Ihnen allen, liebe Leser, Mut machen, die uns anvertrauten Kinder "loszulassen" und ihnen hilfreiche Wegbegleiter auf dem Weg zu ihrem eigenen Ich und ihrem eigenen Leben zu sein.

Wir wünschen uns intensiven Kontakt und offene Gespräche unter allen am Kindergarten Beteiligten, das sind Sie, als Eltern, der zuständige Pfarrer und die Vertreter des Kirchenvorstandes als Träger und der Rat der Gemeinde Elbe.

Nur durch ein verständnisvolles, friedliches und rücksichtsvolles Miteinander aller Beteiligten ist es möglich, die Kinder unseres Kindergartens ein Stück auf ihrem Weg in ein freies und glückliches Leben zu begleiten.

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